Vorwort

Wann, wenn nicht jetzt? Teamgeist und Teamkultur verdienen ein Upgrade.
Mit unseren Tipps fühlt sich Ihr Team wohl und bleibt auch bei räumlicher Entfernung stark verbunden.

Projekt- und Management-Teams, mobile Teams und Arbeitsgruppen: Was gut funktionierende Teams auszeichnet, in denen sich jeder Einzelne gesehen fühlt und seinen Beitrag zum Gesamterfolg leistet, ist gut erforscht.

Jetzt arbeiten Teams immer öfter aus der Ferne zusammen. Aber es gibt genügend Tools, die den physischen Abstand vergessen lassen. Microsoft Teams ist eines davon. Weltweit nutzen es Tausende von Unternehmen.

Aber halten damit vielleicht auch schlechte Angewohnheiten Einzug? Wie lässt sich das verhindern? An welche Grundregeln für erfolgreiches Teamplay sollten wir uns dafür erinnern? Wenn ein eingespieltes Team ins Homeoffice oder auf verschiedene Standorte wechselt, muss das weder den Zusammenhalt noch die gemeinsame Arbeit stören.

Top-Athleten oder Meister-Teams ohne Trainer? Unmöglich. Hier sind Sie der Coach! Lesen Sie unsere praxisorientierten Tipps, und machen Sie damit Ihre Teamkultur und Ihr Teamwork noch stärker.

Führungsstile – neu definiert

Mehr Freiheit und Raum zur Entfaltung –
Ihr Team wird es Ihnen danken.

Sich weiterzuentwickeln, Eigenverantwortung zu übernehmen, eigenständig zu handeln: Das macht uns Menschen aus. Mitarbeiter, die mehr Selbstbestimmung erleben, sind bei der Arbeit zufriedener.

Es ist eine Frage des Führungsstils: Geben Sie als Teamleiter Ihren Mitarbeitern mehr Raum zur Entfaltung. Und als Teammitglied, geben Sie Ihren Teamleiter von sich aus Updates. Hier kommen Chat-Tools ins Spiel – als wertvolles Hilfsmittel für den spontanen Austausch unter Kollegen, die remote arbeiten. Vorausgesetzt, die Nachrichten sind kurz und relevant, kann daraus eine gute Gewohnheit werden: Alle sind auf dem neuesten Stand, ohne sich ständig beobachtet zu fühlen.

Virtuelle Besprechungen – mit echtem Engagement

Störungsfreie Online-Meetings: Highlight statt lästiger Pflicht

Das Erfolgsrezept für ein gutes Meeting? Eine Tagesordnung, ein Zeitrahmen – und engagierte, interessierte Teilnehmer. Und: Der Teamleiter muss nicht immer der Moderator sein. Übernimmt ein anderes Teammitglied die Leitung, ergibt sich oft eine ganz neue Dynamik. Und der Teamleiter kann
einmal durchatmen.

Kurze „Aufwärmspiele“ sind eine gute Möglichkeit, das Eis zu brechen und Gespräche in Gang zu bringen. Das hebt die Stimmung und lässt die Teilnehmer leichter aus sich heraus gehen.
Achten Sie darauf, dass alle zu Wort kommen und den Chatverlauf im Auge haben (für schriftliche Nachrichten). Mit der Funktion zum „Handheben“ kann man sich besonders diskret melden.

Schalten die Teilnehmer auch die Kamera an, funktioniert die nonverbale Kommunikation besser. Das stärkt die Zusammengehörigkeit und das Vertrauen. Dennoch sollten Sie es respektieren, wenn jemand nur gehört und nicht gesehen werden möchte. Für die Fans von Whiteboard oder Flipchart: Die gibt es hier jetzt auch digital. Und mit einer „Room-Content-Kamera“ können Sie in Microsoft Teams sogar mit analogen Whiteboards arbeiten.

Lieber etwas mehr kommunizieren

Ist Ihr Team noch auf Kurs? Oder sollten Sie die „Pause"-Taste drücken, für eine Kurskorrektur?

Dass die richtige Kommunikation essentiell ist für erfolgreiches Teamwork, ist klar. Doch Kommunizieren ist gar nicht so einfach, wenn alle an verschiedenen Orten arbeiten. Da hilft oft schon ein „Anpingen“ oder ein kurzes Lebenszeichen, damit sich niemand allein gelassen fühlt.

Besonders in stressigen Zeiten tut es gut, darauf zu achten, dass der Kontakt nicht abreißt: Etwa durch kurzes Nachfragen und Feedback, wie die Dinge laufen. Durch diese Pings behalten Sie als Team die Fortschritte im Blick – und stellen sicher, dass alle auf demselben Stand sind und immer noch an einem Strang ziehen. Falls nötig, können Sie rechtzeitig intervenieren – oder auch einmal kurz gemeinsam innehalten.

Gemeinsame Werte: So sorgen Sie für eine starkeTeam-Identität

Eine klare Team-Identität schenkt mehr Zusammenhalt und Engagement.

Wenn sich alle mit dem Team – und den Werten, für die es steht – identifizieren können, fühlt sich jeder als Teil des Ganzen. Das gilt auch für Teams der Führungsebene!

Definieren Sie zunächst zusammen die „Mission“ Ihres Teams: Bestimmen Sie die Ziele, auf die Sie gemeinsam hinarbeiten. Diskutieren Sie die gemeinsamen Werte, auf denen Ihr Team und die Zusammenarbeit basieren soll. Am Ende dieses Prozesses sollten Sie Regeln und Normen für den Umgang miteinander festlegen – die alle Teammitglieder annehmen. Dazu gehört auch der Umgang mit Meinungsverschiedenheiten, oder wie man miteinander kommuniziert.

Wichtig ist, diese Regeln in regelmäßigen Abständen gemeinsam zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Das stärkt den Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Team; außerdem schafft es eine objektive Basis für zukünftiges Feedback. So sind Sie zusammen auch gut gerüstet, wenn es einmal eng wird oder zu einer Krise kommt. Auch ein Team- Logo ist identitätsstiftend. Dokumentieren Sie Ihre Regeln, erläutern Sie interne Fachbegriffe etc., zum Beispiel in einem Teams-Wiki. Das hilft Neuankömmlingen, sich schnell im Team zurechtzufinden.

Prima Klima: Unterstützen Sie gesunde Routinen

Pausen sind wichtig!

Sorgen Sie für regelmäßige Pausen und kurze Unterbrechungen, zum „Luftholen“. Lassen Sie zwischen zwei Besprechungen zum Beispiel immer fünf bis zehn Minuten Zeit. Damit entzerren Sie Ihren Tagesablauf – und den Ihrer Teammitglieder. Sie werden es zu schätzen wissen – vor allem diejenigen, bei denen ein Meeting auf das nächste folgt.

Vereinbaren Sie außerdem, dass alle klar signalisieren, ob sie verfügbar sind oder nicht. Kollaborative Tools bieten hierfür praktische Funktionen – man muss sich nur daran gewöhnen, sie auch zu nutzen. Das hat Vorteile für alle Seiten; vielleicht brauchen Sie einen Moment für sich – und können so zeigen, dass Sie nicht gestört werden möchten. Gleichzeitig wissen Sie, ob es gerade der richtige Zeitpunkt ist, ihr Teammitglied anzusprechen – oder eben nicht.

Seien Sie der Entstörungsdienst

Achten Sie auch auf die kleinen Details. Alles, was Sie stört, ärgert vielleicht auch andere.

Es ist wie sonst auch im Leben: Auch am Arbeitsplatz sorgen oft gerade kleine, im Grunde vermeidbare Dinge für Unmut. Unmut, der sich dann vieleicht in unangemessener Weise entlädt oder gar für Produktivitätsverlust sorgt. Aber Sie können schlechte Gewohnheiten durch gute ersetzen.

Wenn zum Beispiel ein Meeting länger dauert, ist es nicht ungewöhnlich, dass die Teilnehmer beim nächsten nicht mehr voll konzentriert sind oder erst gar nicht erscheinen. Die Lösung: Wenn absehbar ist, dass die Zeit nicht reicht, kann der Moderator im Hintergrund eine kurze Abfrage starten, wer noch X Minuten länger bleiben kann. Die Besprechung wird dadurch nicht gestört. Jeder kann klar antworten und sich sofort wieder auf das Meeting konzentrieren, wenn er oder sie sich entscheidet, dabei zu bleiben.

Vertrauen aufbauen, Schwächen zeigen

Es braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen und zu pflegen. Um es zu zerstören, reichen dagegen wenige Sekunden.

Nur in vertrauensvoller Atmosphäre, in der niemand Ablehnung befürchten muss, spricht man neue Ideen offen aus – ein unverzichtbarer Nährboden für Innovation.

Um Vertrauen aufzubauen, müssen sich alle erstmal mit ihren Stärken und Schwächen gegenseitig kennenlernen. Ein guter Weg sind Coaching Workshops und -Techniken. Eine ganz einfache Strategie ist es, die Teammitglieder zu fragen, 1) womit sie Kraft schöpfen und 2) was ihnen Energie raubt. Bei Amplexor haben wir kürzlich eine andere Idee umgesetzt: Wir haben ein Buch mit motivierenden Sprüchen und Zitaten von Mitarbeitern veröffentlicht – samt deren persönlichen Erläuterungen.

Sobald sich Ihre Teammitglieder sicher fühlen, können Sie sie auch leichter ermutigen, Risiken einzugehen. In so einer Atmosphäre werden sie sich trauen, Fehler zu machen und daraus zu lernen – aber auch, immer zu den eigenen Fehlern zu stehen. Mit einer positiven Feedback-Kultur sorgen Sie dafür, dass die gegenseitigen Rückmeldungen offen und präzise, aber dabei immer angemessen und respektvoll formuliert werden. Und natürlich darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Sorgen Sie für gemeinsame Erlebnisse – das tut den persönlichen Beziehungen gut; so gut, dass sie oft weit über die gemeinsame Arbeit hinaus wachsen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem gemeinsamen Mittagessen per Teams-Video-Meeting – oder einer virtuellen Happy Hour?

Sorgen Sie für messbare Ergebnisse

Legen Sie den Fokus auf konkrete Ergebnisse – mit einer gemeinsamen Team-
Strategie, wie alle zusammen sie erreichen.

Natürlich wissen alle, wie wichtig die richtige Kommunikation für erfolgreiches Teamwork ist. Doch Kommunizieren ist gar nicht so einfach, wenn alle an verschiedenen Orten arbeiten. Ein schnelles „Anpingen“ zwischendurch oder ein kurzes Lebenszeichen helfen schon, damit sich niemand allein gelassen fühlt.

Bei der Arbeit im Team sollten Sie – vor allem in stressigen Zeiten – darauf achten, dass der Kontakt nicht abreißt – etwa durch kurzes Nachfragen, wie die Dinge laufen. Ein kurzes Anpingen hier und da – und Sie halten sich über die jeweiligen Fortschritte auf dem Laufenden, sehen, ob alles nach Plan läuft und können gegebenenfalls gegensteuern. Oder auch einfach mal kurz innehalten.

Alle an Bord – Vielfalt ist Ihr Trumpf

Alle Kollegen sollten zu jeder Zeit auf demselben Stand sein, was im Team los ist.

Inklusion gehört zu den wichtigsten Faktoren eines guten Teamworks. Es kommt darauf an, offen zu kommunizieren, ansprechbar zu sein – und für alle Zugang zu denselben Informationen sicherzustellen.

Das gilt vor allem für interkulturelle Teams, in denen man sensibel mit den jeweiligen kulturellen Besonderheiten umgehen muss – damit, wie andere denken, reagieren und arbeiten. Die erste Hürde ist hierbei natürlich die Sprache. Inzwischen helfen dabei Tools wie die Chat-Funktion von Microsoft Teams, die einige Sprachen bereits automatisch übersetzen kann. Neuerdings können Sie Besprechungen auch aufzeichnen und dem Team anschließend inklusive Skript zur Verfügung stellen.

Auch neue Kollegen sollten die Möglichkeit haben, sich nahtlos ins Team zu integrieren. Denken Sie daran, die gemeinsam festgelegten Ziele und Grundwerte des Teams, die Regeln zur Zusammenarbeit und den Team- Jargon mit internen Fachbegriffen, Abkürzungen etc. den Neuankömmlingen zukommen zu lassen. Zeigen Sie Verständnis – je mehr Empathie Sie aufbringen, desto schneller finden sich neue Kollegen zurecht.

Anerkennung unter Kollegen

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie selbst die Wertschätzung und Anerkennung, die Sie sich untereinander wünschen.

Anerkennung durch Vorgesetzte ist extrem wertvoll, aber auch die Wertschätzung unter Kollegen ist wichtig. Gegenseitige Anerkennung und positives Feedback stärken den Zusammenhalt im Team. Anerkennung sollte unbedingt Teil der Teamkultur sein – unter vier Augen ebenso wie vor dem ganzen Team. Microsoft Teams bietet hierfür auch das praktische Add-On „Praise“ in Unterhaltungen.

Wussten Sie, dass es das Engagement stärkt, wenn sich Kollegen gegenseitig für gute Arbeit Lob aussprechen – und sogar die Mitarbeiterfluktuation niedrig hält?

Zelebrieren Sie Ihr Team: Erfolge sind zum Feiern da

Seien Sie stolz auf gemeinsame Erfolge. Das stärkt den Zusammenhalt und das Vertrauen im Team.

Vergessen Sie nicht, stolz auf sich selbst und die Leistungen Ihres Teams zu sein. Jetzt bietet es sich auch an, miteinander zu besprechen, was Sie gelernt haben, im positiven wie im negativen Sinne. Und geben Sie Ihre neuen Erkenntnisse an andere Teams weiter.

In Krisen neigen starke Teams dazu, sich nach außen abzugrenzen. Oft wird dabei vergessen, dass sie Teil eines großen Ganzen sind. Deshalb ist es wichtig, dass ein Austausch mit anderen Teams stattfindet und sich alle im Unternehmen insgesamt eingebettet fühlen. Ein unternehmenseigenes Intranet eignet sich ideal, um sich als Team mit eigener Identität zu präsentieren und Erfolge und Erfahrungen mit dem gesamten Unternehmen zu teilen. Hier können sich Teams vernetzen, um Hilfe bitten, Ideen abstimmen – und von Erfolgen und Misserfolgen lernen.

Zu guter Letzt

Wir hoffen, dass unsere Tipps Ihnen Inspiration liefern – und bewirken, dass Ihr Team sich als echte, starke Einheit erlebt. Wenn Sie diesen Respekt für den menschlichen Faktor in der DNA Ihres Teams verankern, schaffen Sie eine Atmosphäre, in der alle zusammen motiviert und engagiert auf die gemeinsamen Ziele hin arbeiten – und sie erreichen.

Am Ende geht es um eine tiefergehende, produktivere Zusammenarbeit, die Stress und möglichen Krisen umso stärker standhält.

Inhalt

Remote-Teamwork – und der menschliche Faktor: Die elf besten Tipps für Teamleiter


Praktische Tipps für ein angenehmeres, persönlicheres und effizienteres Teamwork – für alle Beteiligten.


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